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Gedankensprünge - oder ein normales Gespräch unter Frauen


Mrs:

«Morgen müssen wir dringend bei meinen Eltern vorbei.» «Ok, wieso?» «Ach ja und hast du gehört, wir kriegen neue Nachbarn.» Welcher Frau kommen solche Gespräche nicht auch bekannt vor? Gerade habe ich IHN über irgendwelche Pläne informiert und bevor ER überhaupt die Information aufnehmen und verarbeiten kann, bin ich bereits mit dem nächsten Thema beschäftigt. Ja die Gedankensprünge einer Frau sind für einen Mann oft überhaupt nicht nachvollziehbar und absolut unverständlich. Was für mich eine logische Vorgehensweise ist, ist für IHN ein heilloses Durcheinander. Für IHN ist es immer wieder eine neue Herausforderung meinen Gedankengängen zu folgen, auch wenn ich mir alle Mühe gebe «strukturiert» und klar zu kommunizieren. Klingt als ob ER irgendwie beschränkt wäre, um dies aber gleich klar zustellen, ist ER definitiv nicht. 😉 Allerdings ticken Männer da einfach irgendwie anders als wir Frauen. Wenn ich beispielsweise mit meiner Schwester oder meinen besten Freundinnen spreche, kann ich mir meine «Thema-umher-Hüpferei» erlauben ohne in fragende Gesichter zu blicken. Sie wissen immer wovon ich spreche und fragen auch nie nach, wieso mir aus dem nichts ein absolut anderes Thema durch den Kopf schiesst und ich dieses genau jetzt mitteilen muss. Für meine Mädels ist dies der natürliche Lauf eines Gesprächs, da es ihnen schliesslich genau so geht. ER kann diese «Form der Unterhaltung» nicht wirklich nachvollziehen. Erst kürzlich war meine Schwester bei uns zu Besuch und ER hat unseren Gesprächen gespannt gelauscht, bis ER irgendwann kopfschüttelnd aufgestanden ist und meinte, bei diesem Durcheinander unserer Diskussionen, brauche ER erst einmal einen starken Kaffee. 😉 Naja, ich weiss immer noch nicht, was ER genau damit meinte, da es ein normales Gespräch unter Schwestern war, aber auch ich muss nicht immer alles verstehen 😉



Mr:

Ein Männergespräch, egal ob persönlich oder telefonisch, findet oft in kurzen Sätzen und einsilbigen Antworten statt. Das ist nicht weiter schlimm, die Konversationen sind auch oft nicht von bewegender Tiefe geprägt und viel über Gefühle reden Männer ja bekanntlich nicht gerne. Entsprechend sind Gespräche unter dem starken Geschlecht einfach, klar, verständlich und logisch. Frauen ticken da etwas anders. Egal, ob SIE mit mir spricht oder ob SIE mit Kolleginnen oder ihrer Schwester/Mutter spricht, die Gesprächsverläufe sind für ein an unkomplizierte Gespräche gewohntes Männerhirn äussert schwierig zu folgen. Da kommt einem doch schnell die bekannte Eisenbahnmetapher in den Sinn. Für Männer führt das Gleis des Gespräches von A nach B, geradlinig, ohne Schienenwechsel. Bei Frauen kann das Gleis des Gesprächs zwar auch bei A beginnen, führt aber selten über den direkten Weg nach B, sondern verläuft (meistens) via Abzweigungen und Weichen auf Umwegen zu B. Dabei werden die Abzweigungen und Weichen von unbekannten synaptischen Verbindungen im weiblichen Hirn gesteuert. Eine ursprüngliche Hauptgeschichte wird durch diverse Nebengeschichten ausgeschmückt, welche über die synaptischen Verbindungen durch Stichworte ausgelöst im weiblichen Gehirn das Bedürfnis auslöst, dass die Nebengeschichte eine entscheidende Relevanz für das Verständnis der ursprünglichen Hauptgeschichte hat. Da das männliche Gehirn keine solchen Verbindungen aufweist, führen sie zum einen nur Gespräche direkt von A nach B und zweitens, können sie keiner Unterhaltung zweier eng verbundenen Freundinnen oder keiner langwierigen Erzählung einer Frau folgen. Also Männer, falls ihr nächstes Mal den Vorwurf hört, ihr hättet nicht richtig zugehört (und dieser Vorwurf kommt bestimmt), könnt ihr es ruhig auf die fehlenden synaptischen Verbindungen schieben. Der Wissenschaft kann man nicht widersprechen!


♥-lichst

Mr & Mrs

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